Die Rekonstruktion der Bergbahn

Im Jahr 2002 wurde die Standseilbahn umfassend rekonstruiert, das waren damit die größten Veränderungen seit dem Bau der Standseilbahn. Dabei wurden folgende Teile der Anlage grundlegend geändert:

  • Die Steuerung erfolgt aus den Bergbahnwagen durch die Bergbahnbediener und nicht mehr durch einen Maschinisten 
  • Statt Gleichstrom-Nebenschluss-Motor nun Antrieb mit zwei Drehstrom-Asynchronmotoren
  • Somit gibt es nun auch zwei Antriebsstränge statt einem. Die elektronische Steuerung der Fa. SISAG (Altdorf, Schweiz) sorgt dabei für den Gleichlauf
  • Die alten Treibscheiben hatten einen Zahnkranz, der zum Antrieb diente, die neuen werden über den Antriebsstrang direkt angetrieben
  • Die alte Backenbremse als Betriebsbremse im Maschinenhaus, die mit einer Spindel zu- und aufgedreht wurde, wurde durch eine Federspeicherbremse mit Bremsscheiben ersetzt
  • Die Trommelbremse auf der Antriebswelle wurde als Sicherheitsbremse ausgetauscht durch eine Federspeicherbremse, die auf die Außenseiten der Treibscheiben wirkt (Prinzip der Scheibenbremse)
  • Neubau einer Hydraulikanlage
  • Das Zugseil hat seitdem einen anderen Aufbau, hat Fülldrähte, ist kompaktiert und das Innere des Seils, die sogenannte Seele besteht aus Polypropylen statt Sisal in Elaskon getränkt. Das Seil, hergestellt von der Fa. FATZER AG, wird nicht geschmiert und ist das Seil, das bisher am längsten von allen Seilen ohne Drahtbrüche arbeitet (das 13. Seil seit 1923), was neben dem Aufbau u.a. auch mit der Steuerung zusammenhängt.
  • Aufstellen eines Notstromaggregates und Wegfall des Batterieraumes
  • Herstellen von barrierefreien Zugängen in Obstfelderschmiede und Lichtenhain

Neben diesen grundlegenden Veränderungen wurden unter anderem auch andere Anlagen erneuert, alles auch immer unter Beachtung des bestehenden Denkmalschutzes der Standseilbahn:

  • Einbau neuer Seilrollen
  • Erneuerung des Oberbaus
  • Rekonstruktion der Bergbahnwagen
  • Aufwändige Instandsetzung der Berg- und Talstation inklusive der Bahnsteige

Vielen Dank an Günter Kretzschmar und Herr Kemper für die Bilder zur Rekonstruktion der Bergbahn. Das Bild von Herrn Kemper ist in der Bildunterschrift entsprechend gekennzeichnet, alle weiteren Bild sind von Günter Kretzschmar.

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25 Tonnen werden hier verladen, 11.02.2002

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Der Personenwagen nimmt seine Gestalt an. Die Beplankungsarbeiten sind in vollem Gange. 03.06.2002

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07.08.2002, Nutzungs des Vorwärmungsgerätes, Foto: Kemper

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24.09.2002 Zwei Krane müssen 23,5 t Bergbahn in die Halterungen auf dem Fahrgestell fädeln.

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14.02.2002 Geschafft!

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