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Der Maschinenraum neu und alt

Kommen Sie mit in den Maschinenraum, wo sich die Antriebsanlage der Standseilbahn befindet. Gegenübergestellt ist die alte Antriebsanlage zu sehen, wie sie bis zur Stillsetzung am 01.Oktober 2001 in Betrieb war.

 

Getriebe und Motor

  • neu:
    • Sicht auf das Getriebe (links), die Betriebsbremse (mitte) und einen der beiden Drehstrom-Asynchronmotoren mit 110 kW
  • alt:
    • Das gleiche im alten Zustand, mit Gleichstrom-Nebenschluss-Motor  80 kW bei 220 V

 

Antriebsstrang

 

  • neu:
    • Zwei getrennte Antriebsstränge treiben jeweils eine Treibscheibe. Da kein Zahnrad dazwischen ist, wird der Gleichlauf elektronisch gesteuert.
  • alt:
    • Der Antriebsstrang, von vorn rechts, nach links hinten:  Motor - Betriebsbremse - Getriebe - Sicherheitsbremse. Dahinter zu erkennen, die beiden Treibscheiben, die durch das Ritzel der Antriebswelle bewegt werden, das hier nicht zu erkennen ist.

 

Betriebsbremse

 

  • neu:
    • Die neue Betriebsbremse ist eine Federspeicherbremse mit Bremsscheibe. In der roten Halterung befinden sich die Tellerfedern die zum Öffnen der Bremse hydraulisch mit ca. 120 bar aufgedrückt werden müssen. Elektronisch gesteuert, wird diese Bremse per Knopfdruck oder per Programm betätigt. (Foto: Mario Ehrlich)
  • alt:
    • Rechts, zwischen Getriebe und und Motor ist die Betriebsbremse zu sehen. Es ist eine Backenbremse, deren Bremsbacken mittels einer Spindel zu- und aufgedreht werden. Am oberen Bildrand ist die Betätigung der Spindel zu sehen. Lange Stangen mit Winkelgetriebe und Kettenantrieb der Bremsspindel. Betätigt wird diese Bremse im Bedienstand mittels Handrad. (Foto: Mario Ehrlich)

 

Sicherheitsbremse

 

  • neu:
    • Die Sicherheitsbremse (rot, ganz links) sitzt jeweils außen an beiden Treibscheiben. Es ist ebenfalls eine Federspeicherbremse die hydraulisch gelüftet wird. Die Tellerfedern haben etwa den Durchmesser einer Untertasse. Den nötigen Druck zum Öffnen aller Bremsen erzeugt das Hydraulikaggregat (rot) rechts im Bild. (Foto: Mario Ehrlich)
  • alt:
    • Die alte Sicherheitsbremse, eine Trommelbremse, sitzt auf der Antriebswelle (graue Bremstrommel). Die beidseitig angeordneten Bremsklötze werden mittels komplizierter Übertragung durch ein Gewicht angedrückt. Eine dazwischengeschaltete Seiltrommel verzögert den Vorgang, damit es nicht zu einer Überbremsung kommt, die zu einem Schaden (schlimmstenfalls zum Bruch) im Antriebsstrang kommt (Wellen, Getriebe, Zahnräder). (Foto: Mario Ehrlich)

 

Umlenk- und Treibscheiben

 

  • neu:
    • zwei Treibscheiben (4,2 t, 4 m Durchmesser) und zwei Umlenkscheiben (4m Durchmesser) führen und treiben das Seil. Davor ist das Hydraulikaggregat (rot), welches den nötigen Druck von ca. 120 bar erzeugt, um die Bremsen zu lösen.
  • alt:
    • Die alten Treibscheiben sind breiter und haben einen Zahnkranz der zum Antrieb dient. Jede wiegt 12,0 t, die Umlenkscheiben sind wesentlich leichter. Der Durchmesser aller Scheiben ist 4 m ( Das 100-fache des seil-Nenndurchmessers, der 40 mm beträgt)
  • beide:
    • Gut sichtbar sind die Umlenkscheiben, die das Seil nach unten/oben führen, in die Rille der jeweiligen Treibscheibe.Deutlich zu sehen, wie das Seil von einer Treibscheibe zur anderen verläuft.

 

Seilführung  mehr dazu

 

  • alt wie neu:
    • Gut zu sehen sind die Umlenkscheiben, mit dem ein- und auslaufenden Seil. Quer dazu sind die beiden Treibscheiben angeordnet. Die Lösung des Dr. Bäseler ist eine extrem platzsparende Variante, mit maximalem Umschlingungswinkel, der die Beförderung so großer Lasten ermöglicht. Aber das Seil wird in alle 4 Richtungen gebogen, was den Verschleiss extrem erhöht.

       

Das Seil auf der Treibscheibe

 

  • neu:
    • Gut zu sehen sind die zwei getrennten Antriebsstränge und der Leichtbau der Seilscheiben im Vergleich zur alten Anlage.
  • alt:
    • Neben der Seilrille, die mit speziellem Seilfutter ausgefüttert ist, um hohe Reibwerte zu erreichen, ist eine ungefütterte Seilrille angeordnet, auf der das Seil abgelegt werden kann, um die Treibscheiben fast ohne Last (.. ohne Reibung) durchdrehen zu können. Daneben ist der Zahnkranz zu sehen, in den das Antriebsritzel eingreift und so beide Treibscheiben ohne Schlupf bewegt oder abbremst.

 

Interessantes

 

  • links:
    • Neben der Person, die 1,80 m groß ist, wirken die alten Treibscheiben mit ihrem 4m-Durchmesser und ca. 12 t-Gewicht schon imposant.  Der Durchmesser ist geblieben, nur das Gewicht wurde auf  ca.  4 Tonnen verringert.
  • rechts:
    • Das war der “Knackpunkt”, das offene Vorgelege, der Antrieb der Treibscheiben, die gleichzeitig zwei große Zahnräder sind. Diese Aufgabe übernimmt bei der neuen Anlage die elektronische Leistungssteuerung der Drehstrommotoren.

 

(Alle nicht benannten Fotos: Günter Kretzschmar)